Richtig geschützt in die Sonne
12.05.09
Rubrik: Tipps
Welche Aufgaben muss ein gutes Sonnenschutzmittel erfüllen?
UVA-Strahlen
Diese Einflussnahme auf unsere Haut hat zur Konsequenz, dass die Haut besonders vor dieser Art von Strahlung unbedingt geschützt werden muss. Neben der einfachsten Schutzmaßnahme Bekleidung (Kopfbedeckung, Sonnenbrille, T-Shirt) stehen uns Sonnenschutzmittel, die auf die Haut aufgetragen oder aufgesprüht werden, zur Verfügung. Der höchste Schutzfaktor einer Sonnencreme nutzt nichts, wenn sie nicht richtig aufgetragen wird. Die EU empfiehlt zwei Milligramm pro Quadratzentimeter. Das entspricht der Menge von sechs Teelöffeln: einer für das Gesicht, einer für die Arme, einer für den Oberkörper, einer für den Rücken sowie je einer für jedes Bein. Sonnenschutzprodukte Eine Fülle von Sonnenschutzprodukten, die sich in der Art der Filter und UV-Schutz unterscheiden, wird angeboten. Die UV-Schutzfilter: UVB-Filter Der UVB-Schutz wird auf den Sonnenschutzmitteln mit dem Lichtschutzfaktor, auch LSF, Sonnenschutzfaktor, Sun Protection Factor oder SPF angegeben. Er gibt an, wie stark die Sonnencreme vor den UVB-Strahlen schützt und damit die Zeit verlängert, bis eine Rötung der Haut in der Sonne auftritt. UVA-Filter Im Gegensatz zum UVB-Schutz, wo die Angabe des Lichtschutzfaktors Pflicht ist, kann der Hersteller für den UVA-Bereich selbst entscheiden ob der UVA-Schutz angeben wird oder nicht. Seit 2008 gibt ein genormtes Logo den ausreichenden UVA-Schutz des Produktes an. Mit diesem Logo versichert der Hersteller, die Anforderungen im Bereich des vorgeschriebenen UVA-Schutzes zu erfüllen. Die Zahlen-Angaben auf der Verpackung alleine helfen bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels nur bedingt. Damit diese unterschiedlichen Produkte leichter vergleichbar werden, hat die europäische Kommission im Herbst 2006 eine Empfehlung herausgegeben. Darin wird die Vereinheitlichung der Kennzeichnung der Wirksamkeit von Sonnenschutzmittel beschrieben. Auf den Sonnenschutzmitteln finden sich nun verschiedene Kennzeichnungen: Der UVB-Schutz wird durch den Sonnenschutzfaktor (SPF = Sun Protection Factor) angegeben. Es werden nur mehr den genormten SPF Wert verwendet und die Produkte je nach Wert einer Schutzkategorie (niedrig, mittel, hoch, sehr hoch) zugeordnet. Diese zusätzliche Angabe dient neben der traditionellen Angabe zusätzlich auch als Anhaltspunkt für die richtige Wahl des geeigneten Sonnenschutzmittels. Niedriger Schutz: SPF 6 und 10 Mittlerer Schutz: SPF 15, 20 und 25 Hoher Schutz: SPF 30 und 50 Sehr hoher Schutz: SPF 50+ Der UVA-Schutz (UVA rund eingekreist) garantiert, dass die Anforderungen im Bereich des vorgeschriebenen UVA-Schutzes erfüllt werden. Dieser Mindest-UVA-Schutz muss parallel zum Sonnenschutzfaktor ansteigen. Je höher der SPF eines Produktes, desto höher muss auch der darin enthaltene UVA-Schutz sein, da dieser Schutzfaktor mindestens 1/3 des deklarierten SPF erreichen muß. Wie bewähren sich diese Angaben in der Praxis? Diese Vereinfachung lässt zwar die Produkte untereinander vergleichen, doch finden sich keine Angaben auf den Verpackungen, welcher Sonnenschutz für welchen Hauttyp besonders gut geeignet ist. Verschiedene Experten kamen zum Schluss, dass zur Bestimmung des Hauttyps nicht allein die Haar- und Augenfarbe ausschlaggebend sind. Von größerer Bedeutung ist, ob die Haut bräunt oder nicht. Hauttyp 1 und 2 mit einer sehr hellen bzw. hellen Haut bekommen bereits nach ca. 10 bzw. ca. 20 Minuten ungeschützt einen Sonnenbrand. Deren Haut bräunt langsam bis gar nicht. Hier ist es angebracht ein Sonnenschutzmittel mit hohem Faktor (LSF mind. 30) zu verwenden. Hauttyp 3 hat eine mittelhelle Haut mit einer einfachen und langsamen Bräunung. Ungeschützt bekommt dieser Typ innert ca. 30 Minuten einen Sonnenbrand. Zu verhindern mit mindestens LSF 15. Diese Hauttypen sind in unserer Breite sehr häufig anzutreffen. Hauttyp 4 und 5 haben eine bräunliche bis dunkle Haut. Ein Sonnenbrand (eher selten) entsteht nach ca. 45 bzw. 60 Minuten ungeschütztem Sonnenbaden. Wie auch beim Hauttyp 6 (schwarze, wenig empfindliche Haut) sollte kein Sonnenschutzmittel unter Faktor 15 verwendet werden. Keinesfalls sollten alle Hauttypen gerade am Meer, an Seen oder in den Bergen auf einen entsprechenden Nacken- und Lippenschutz vergessen. Zu einer guten Sonnenschutzausrüstung gehören auch eine gute Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung. Wie sollte die Sonnencreme richtig gelagert werden? Pralle Sonne oder Hitze können die Sonnenschutzmittel mehr oder weiniger stark beeinträchtigen. Daher gilt: die Sonnencreme niemals nach dem Anwenden einfach in der Sonne liegen lassen. Wie sinnvoll ist es, ein Carotin-Präparat einzunehmen? Immer wieder werden in der Laienpresse aber auch in Fachjournalen Berichte veröffentlicht, die gegensätzlich sind: Die einen sagen ja, die anderen nein. Wem soll man nun glauben? Tatsache ist, dass mind. 90 % UVA und ca. 5 % UVB in die tiefen Schichten der Haut eindringen und dort mehr oder weniger Zellschäden anrichten. Daher können Nährstoffe reparieren, Radikale abfangen und entzündungshemmend wirken. Wichtig dabei ist, dass nicht ein Nährstoff alleine sondern eine ausgesuchte Mischung eingenommen wird. Zum Beispeil Vitamin A und seine Vorstufe Betacarotin, Vitamin E und C, Selen sind solche Radikalfänger (Antioxidatien). Quelle: apotheker.or.at | |
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